Berlin, 1. April 2025 – Die deutsche Automobilindustrie steht vor erheblichen Herausforderungen: Sowohl Umsatz als auch Beschäftigung sind rückläufig. Diese Entwicklung wirft Fragen zur Zukunftsfähigkeit des Automobilstandorts Deutschland auf.
Umsatzrückgang in der deutschen Automobilindustrie
Im ersten Halbjahr 2024 erzielte die deutsche Automobilindustrie einen Umsatz von 269,5 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 4,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Dieser Rückgang betraf alle Herstellungsbereiche:(Statistisches Bundesamt)
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Karosserien, Aufbauten und Anhänger: – 11,6 % (Statistisches Bundesamt)
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Teile und Zubehör für Kraftfahrzeuge: – 5,4 %
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Herstellung von Kraftwagen und -motoren: – 4,3 % (Statistisches Bundesamt+Wikipedia)
Trotz dieses Rückgangs bleibt die Automobilindustrie mit einem Anteil von 25,2 % am gesamten Industrieumsatz in Deutschland die umsatzstärkste Branche. (Statistisches Bundesamt)
Beschäftigungsentwicklung: Ein alarmierender Trend
Parallel zum Umsatzrückgang verzeichnete die Automobilindustrie einen Beschäftigungsabbau. Zum Ende des ersten Halbjahres 2024 waren 773.000 Personen in der Branche beschäftigt, was einem Rückgang von 0,8 % entspricht. Besonders betroffen waren die Automobilzulieferer: Elektroauto-News
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Rückgang der Beschäftigtenzahl bei Zulieferern: – 2,4 % (Elektroauto-News)
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Rückgang der Beschäftigtenzahl bei Herstellern: – 0,1 % (Statistisches Bundesamt)
Insgesamt gingen im Jahr 2024 fast 19.000 Stellen in der deutschen Autoindustrie verloren. (Elektroauto-News)
Globale Wettbewerbsfähigkeit unter Druck
Im internationalen Vergleich schneiden deutsche Autokonzerne derzeit schlechter ab als ihre Wettbewerber. Während der Umsatz der 16 weltweit führenden Autokonzerne im Jahr 2024 um 1,6 % stieg, verzeichneten die deutschen Hersteller einen Umsatzrückgang von 2,8 %. Auch der Gewinn der deutschen Autobauer sank um 27 %, während der durchschnittliche Gewinnrückgang aller Konzerne bei 20 % lag. (WEB.DE)
Ursachen und Herausforderungen
Mehrere Faktoren tragen zu dieser Entwicklung bei:
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Schwache Nachfrage: Die anhaltende Konjunkturkrise führt zu einer reduzierten Nachfrage nach Neufahrzeugen. (LinkedIn)
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Hohe Kosten: Steigende Produktionskosten belasten die Margen der Hersteller.
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Technologischer Wandel: Der Übergang von Verbrennungsmotoren zu Elektrofahrzeugen erfordert erhebliche Investitionen und Umstrukturierungen.
Diese Herausforderungen erfordern von der Branche eine Anpassung ihrer Strategien, um wettbewerbsfähig zu bleiben. (LinkedIn)
Ausblick: Notwendigkeit für strategische Anpassungen
Die deutsche Automobilindustrie steht an einem Scheideweg. Um ihre Position als globaler Marktführer zu halten, sind umfassende Reformen und Investitionen in neue Technologien erforderlich. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie erfolgreich die Branche diese Herausforderungen meistert. (Wikipedia)
Quellen:
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Autoindustrie verzeichnet im 1. Halbjahr 2024 Umsatzrückgang von 4,7 %
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Deutsche Autokonzerne werden bei Umsatz und Gewinn abgehängt
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