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Mittelstandsstudie: Skeptischer Blick in die Zukunft

Veröffentlicht:

Dienstag, 13.12.2022
von Presse-Service

Einer repräsentativen Umfrage der DZ BANK und des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) unter mehr als 1.000 mittelständischen Unternehmen zufolge blickt der Mittelstand skeptisch in die Zukunft. Nach Corona und dem Krieg gegen die Ukraine ist es aktuell vor allem die Energiekrise, der sich die deutsche Wirtschaft stellen muss. Dies zeigt sich insbesondere in den Erwartungen der Unternehmen, die angesichts der enormen Kostenbelastungen auf einen neuen Tiefstand gefallen sind.

Die Erfahrungen der letzten Jahre geben jedoch Hoffnung, so Dr. Andreas Martin, Mitglied des BVR-Vorstands, dass der Mittelstand auch diese schwierigen Bedingungen meistert. Es sei ermutigend, dass dieser insgesamt in der Lage war, die Qualität ihrer Bilanzen in den Jahren 2020 und 2021 trotz der teilweise sehr stürmischen Wirtschaftslage nicht nur zu halten, sondern sogar deutlich zu verbessern, so Martin weiter.

Im Vergleich zur letzten Umfrage im Frühjahr 2022 sind die Erwartungen der Unternehmer in allen betrachteten Branchen und Unternehmensgrößenklassen gesunken. Der Saldo zwischen optimistischen und pessimistischen Antworten zu den Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate fiel im Herbst auf insgesamt -43 Punkte. Dies ist ein neuer Tiefststand. Vor sechs Monaten, als der Krieg in der Ukraine gerade begonnen hatte, betrug der Saldo der Antworten „nur“ -4 Punkte.

Auch die mittelständischen Unternehmen selber schätzen ihre derzeitige Geschäftslage als schwächer ein als in der Vergangenheit. Der Saldo der Antworten zur wirtschaftlichen Lage sank von 60 Punkten im Frühjahr auf 45 Punkte, nachdem er vor einem Jahr noch 68 Punkte betragen hatte.

Es besteht jedoch Grund zur Hoffnung, dass sich die Stimmung bald deutlich verbessern wird. Schließlich sind die Unternehmen heute weniger besorgt über einen möglichen Gasmangel als noch vor einigen Monaten. Dank der Lieferungen aus Norwegen, Belgien und den Niederlanden sind die deutschen Gasspeicher vor dem Winter gut gefüllt, und die ersten Flüssiggas-Terminals dürften bis Ende des Jahres ans Netz gehen.

Aufgrund des starken Anstiegs der Energiekosten, aber auch deutlich höherer Einkaufspreise, sahen sich die mittelständischen Unternehmen in letzter Zeit zunehmend gezwungen, die Preise zu erhöhen. Zum zweiten Mal in Folge gaben etwa drei Viertel der Befragten an, dass sie ihre Verkaufspreise in den letzten sechs Monaten erhöht haben. Im Gegensatz dazu meldeten nur zwei Prozent der Befragten Preissenkungen.

Zumindest scheint ein Ende der immer neuen Höchststände in der Preisentwicklung in Sicht zu sein. Zumindest in diesem Herbst ist der Anteil der Unternehmen, die in den nächsten sechs Monaten die Preise erhöhen wollen, leicht zurückgegangen. Vor sechs Monaten gaben 69 % der Befragten an, dass sie die Verkaufspreise erhöhen wollen, und nur 2 %, dass sie sie senken wollen; in der aktuellen Umfrage waren es 68 % bzw. 6 %. Der Saldo zwischen erwarteten Preiserhöhungen und -senkungen ist also seit dem Frühjahr leicht gesunken, von 67 auf 62 Punkte. Dies ist immer noch der zweithöchste Wert seit Beginn der Erhebung.

Daher ist es kaum verwunderlich, dass die Investitionsneigung weiter gesunken ist; die größte Abnahme verzeichnete die Elektroindustrie.

Einer repräsentativen Umfrage der DZ BANK und des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) unter mehr als 1.000 mittelständischen Unternehmen zufolge blickt der Mittelstand skeptisch in die Zukunft. Nach Corona und dem Krieg gegen die Ukraine ist es aktuell vor allem die Energiekrise, der sich die deutsche Wirtschaft stellen muss. Dies zeigt sich insbesondere […]

geralt (CC0), Pixabay

Veröffentlicht: 13.12.2022
von: Presse-Service

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