Mittelstand in der Defnition des BDI

Hier finden Sie Definitionen und die akutellsten Schlüsselzahlen über den Mittelstand.         

Definitionen

Für Deutschland existiert keine einheitliche verbindliche Mittelstandsdefinition.Die Bundesregierung bekennt sich zu einem flexiblen Mittelstandsbegriff und orientiert sich an der Definition des IfM Bonn. Seit 1.1.2005 ist die aktuelle Empfehlung der EU-Kommission in Kraft, sie ist bindend für europäische KMU-Förderprogramme.

Im Folgenden werden die verschiedenen Mittelstandsdefinitionen aufgeführt:

KMU-Definition der EU-Kommission:

  • Maximal 250 Beschäftigte, Auszubildende werden nicht gewertet, Teilzeitkräfte werden pro rata temporis gezählt.
  • Maximaler Umsatz von 50 Millionen Euro im Jahr.
  • Maximale Bilanzsumme von 43 Millionen Euro.
  • Die Obergrenzen für Umsatz und Bilanz müssen nur alternativ eingehalten werden. Die Definition ist vor allem bei den europäischen Beihilferegelungen relevant. Zudem wird die Definition häufig bei internationalen Vergleichen herangezogen.

Institut für Mittelstandsforschung Bonn:

  • Maximal 500 Beschäftigte, Auszubildende werden nicht gewertet, Teilzeitkräfte werden pro rata temporis gezählt.
  • Maximaler Umsatz von 50 Millionen Euro im Jahr.
  • Bilanzsumme wird nicht berücksichtigt.

Struktureller Mittelstandsbegriff:

  • Beim Verständnis des Mittelstands reicht die numerische Ableitung nicht aus. Typisiert wird der Mittelstand nicht durch eine Zahl, sondern durch den personengeprägten Zuschnitt der Unternehmen.
  • Erweiterung des quantitativen Rasters durch strukturelle Merkmale.
  • Zentrales Merkmal ist die Einheit von Unternehmensleitung und Eigentum.
  • Das Unternehmen darf zudem nicht mehrheitlich im Eigentum eines Großunternehmens oder anderweitig extern dominiert sein.

Schlüsselzahlen

Die aktuellsten Zahlen über den Mittelstand sind aus dem Jahr 2012.
Auf Basis der Mittelstandsdefinition des IfM Bonn können die Anteilswerte des Mittelstands berechnet werden. Diese geben Auskunft über die Zahl der mittelständischen Unternehmen in Deutschland, ihren Umsatz und die Zahl ihrer Beschäftigten. Die Anteilswerte werden als Schlüsselzahlen bezeichnet und werden für Deutschland und Nordrhein-Westfalen stetig aktualisiert. Die Aktualisierungstermine sind abhängig von der Bereitstellung der Basisdaten durch die amtliche/halbamtliche Statistik.

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